68. Blindensitzung

Köln - 02. Februar 2023


  68. Sitzung des Blinden- und Sehbehinderten Vereins Köln

    in Cooperation mit Muuzemändelcher e.V. und dem Festkomitee Köln


Am Vergangenem Samstag fand die traditionelle Sitzung des Blinden- und Sehbehinderten Vereins statt. Der Ostermann-Saal im Satory war gut gefüllt mit buntkostümierten und närrischen Gästen.


Georg Klerx (Blindenverein), Christoph Kuckelkorn (Festkomitee) und Dagmar Eichberg-Weber (Muuze) begrüßten die anwesenden Gäste.


Moderatoren des Abends waren Christoph Kuckelkorn und Dagmar Eichberg-Weber.


                                       Muuze-Baas J. Badura                             Präsentkorb machte Rudi sprachlos      


Viele Künstler hatten sich eingefunden um Spaß und Freude unter die Menschen zu bringen. 

Eisbrecher war "Zollhus Colonia", die Band um Rudi Schnitzler heizte den Besuchern gleich zu Anfang richtig ein. Doch vorab gab es für Frontmann Rudi Schnitzler eine Überraschung. Die Muuzemändelcher gratulierten ihm zu seinem 55. Bühnenjubiläum. Baas Joachim Badura hielt eine kleine Ansprache und Pressesprecherin Anna Drack überreichte ihm, im Namen der Muuze, einen reichlich gefüllten Präsentkorb. Da war Rudi doch tatsächlich einen Moment sprachlos. Während des Auftritts holte  Frontman Rudi, den Präsidenten des FKK auf die Bühne und so rockten er und Christoph Kuckelkorn gemeinsam den Saal.



     

          Kuckelkorn verliest die Urkunden                                                      Stolz und voller Freude

Nach diesem schweißtreibenden Beginn der Veranstaltung verlieh Christoph Kuckelkorn den Sonderorden des Festkomitees Kölner Karneval in Gold an Georg Klerx und Rudi Schnitzler.


Die Rednerin "Putzfrau vum Rothuus" (Renate Baum) hielt die Narren im Saal mit ihrem Vortag in Bann. Lautes Lachen und eine Menge Zwischenapplaus.



  Auch die Prinzen-Gardisten Uniform war sehr beliebt                           zum Dank noch eine kleine Umarmung


Die Plaggeköpp boten einen bunten Rahmen für die beiden Dreigestirne Kölns. Die Großen und die Kleinen begaben sich nach ihrem Auftritt in den Saal und mischten sich unters Publikum. Ein alljährliches Highlight ist es für die blinden Gäste, die Ornate der Trifolien zu ertasten.


Die Formation "Amago" brachte Latein-amerikanische Töne in Kölscher Sprache in den Saal.


Eines der weiteren Highlights der Veranstaltung:  Thomas Cüpper alias "et Klimpermännche" trug mit seiner unverkennbaren Stimme und seiner Quetsch altes Kölsches Liedgut vor. Da wurde mitgesungen und geschunkelt. 


Nach einer kurzen Pause ging es weiter "Saloon" mit County op Kölsch. Das Traditionskorps Blaue Funken Köln gab ein Stelldichein und Katharine Köppen unterhielt die Gäste mit Kölschen Schlagern und Stimmungsliedern. Der Kölner-Männergesangsverein trug altes Kölsches Liedgut vor und überraschten mit ihren Ostermann Interpretationen.


Zu vorgerückter Stunde hatte Reimredner Alfred Wings "der Lange" ein aufmerksames Publikum, das sich köstlich über seinen Beitrag amüsierte.



Zum Ende gab es das letzte Highlight des Abends. "Kempes Feinest" brachte den Saal noch einmal zum Kochen. Hier saß jetzt niemand mehr. Alle wibbelten, katschten, tanzten, schunkelten und sangen mit. Ein feuriger Abschluss eines fröhlichen Abends.


                                  


Ja, es war ein schöner Abend - Optimal wäre er gewesen wenn nicht die Co-Moderatorin gewesen wäre. Dagmar Eichberg-Weber verlor zu oft den Faden, wusste nicht mehr wen sie als Ehrengast begrüßen sollte und war ganz und gar nicht in der Lage den blinden und sehbehinderten Gästen das Geschehen auf der Bühne oder die Out-Fits verschiedener Künstler vernünftig zu vermitteln. Ein Beispiel: "Die Blauen Funken haben Stiefel an und weiße Hosen". 

Es wurde außer acht gelassen dass es sich dabei um schwarze Reiterstiefel- und weiße Reiterhosen handelt. Den Waffenrock bezeichnete sie als Uniform und von Jabot, Perücke , Dreispitz und Kugelbusch war gar nicht mehr die Rede.

Wenn man Moderatorin und gleichzeitig Literatin ist, so sollte man meinen, dass diese Person sich vorbereitet hat und etwas über die engagierten Künstler und Vereine  zu sagen hat. Wenn dies nicht mehr gegeben ist sollte man sich eingestehen: "Die besten Jahre sind vorbei".


@ G. Weiden









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