85 Johr - em Hätze jung

Köln - 20. Februar 2023


                                       KKG "Stromlose Ader"e. V. von 1937

             85 (+1) Johr - ävver em Hätze jung jeblevve


Vergangenen Samstag war es endlich wieder soweit, die "KKG Stromlose Ader" und die "KG Blau-Rot Dellbrück" hatten zur gemeinschaftlichen Kostümsitzung mit viel Prunk eingeladen. Mit 1500 jecken Gästen war der Kristallsaal restlos ausverkauft.




Schon beim Einmarsch des Elferrats zusammen mit dem Tanzcorps "Kölner Rheinveilchen gab es kein Halten mehr.


Die beiden Sitzungsleiter Hans-Peter Houben und Hans-Peter Kolvenbach verkündeten, nach der Begrüßung der Gäste, zunächst die traurige Nachricht dass dies die vorerst letzte Gemeinschaftssitzung war. Corona hat bei vielen Gesellschaften Spuren hinterlassen, so auch bei der KG Blau-Rot. Die Vorstände beider KG´s einigten sich darauf, dass die Blau-Roten zunächst mal eine kleine "Erholung" brauchen. Nach dieser Erholungsphase könnte es gut sein, dass die Zusammenarbeit wieder aufgenommen werden kann.


Präsident Houben (Stromlose Ader) begrüßte ganz besondere Gäste: ein "Knubbel" der GSG 9 befand sich bunt kostümiert unter den Besuchern um zu feiern. "Dies ist heute der sicherste Saal in ganz Köln", so Houben.


           


Nach den akrobatischen Tänzen der Rheinveilchen sorgte der "Sitzunspräsident" Volker Weininger für wahre Lachsalven. Er nahm alles aufs Korn, vom selbstgemachten Eierlikör über Lauterbach bis hin zu den Veganern. Gebannt folgten die "Jecken" im Saal seiner Rede und er erntet viel Zwischenapplaus.


Mit den "Klüngelköpp" ging es auf große "Ballon"-Fahrt. Natürlich nicht ohne sich von den Liebsten mit "Bella ciao" zu verabschieden. Sie reisten bis zu den "Stääne" aber "niemols ohne Alaaf" im Gepäck zu haben. Der Saal kochte denn alle waren ja mit "4711 Jedäuf" und standen auf den Stühlen.


Danach durften die Gäste im Saal eine wohlverdiente Ruhepause einlegen und der Rede von Martin Schopps lauschen. Er sorgte für einige Schenkelklopfer mit seinen Geschichten über die Jugend von heute. Auch die Eltern so mancher über behüteten Kinder bekamen ordentlich ihr Fett weg. Hier flossen Lachtränen und mit Standing Ovations wurde Schopps von der Bühne entlassen.


               


Bei der Ansage waren die Worte "Bläck Fööss" noch nicht ausgesprochen als das Publikum jubelte. Mit diesem Jubel aus 1500 Kehlen wurde die Mutter aller Kölschen Bands empfangen. Bei den Bläck Fööss hieß es: rauf auf die Stühle oder ab vor die Bühne, hautnah wollten die närrischen Gäste ihre "Fööss" erleben. Es wurde geschunkelt, getanzt und mit gesungen. Bei dem neuesten Hit "en d´r Altstadt weed en Bud frei" zeigten sich die Jecken im Saal auch sehr textsicher. Die gewünschte Zugabe war gleichzeitig ein dickes Dankeschön an Drummer "Gus", der seine letzten Auftritte in dieser Session absolvierte: "Bye, bye my love" sangen nicht nur die Musikerkollegen sondern auch die 1500 Menschen im Saal.


                   


Mit den Bläck Fööss im Hintergrund ging es dann an die Ehrung von den beiden Präsidenten H.P. Houben und H.P. Kolvenbach. Erich Ströbel (Mitglied des BDK und FKK) und Christoph Kuckelkorn (Präsident des FKK) überreichten den Beiden den Sonderorden "200 Jahre Kölner Karneval" für ihren Ehrenamtlichen Einsatz in Tradition und Brauchtumspflege.


Nach einer kurzen Pause brachte das amtierende Kölner Trifolium in die richtige Stimmung um weiter zu feiern. Die KG Stromlose Ader unterstützt das Dreigestirn bei den sozialen Projekten "ein Herz für Rentner e. V." & "wünsch dir was" , so konnte der Vorstand der "Stromlosen" bei ihrer Prunksitzung einen Scheck in Höhe von 1.111 € überreichen.


Ein Herz für Rentner e. V. unterstützt bundesweit finanziell Rentner*innen, die sich trotz jahrelanger Arbeit nicht das Nötigste zum Leben leisten können.

Wünsch dir was e. V. erfüllt Herzenswünsche schwer erkrankter Kinder und Jugendlichen.


                   


Im Anschluss hatte der  musikalische Redner  J.P. Weber auch an diesem Abend ein sehr aufmerksames Publikum. Voller Saal und man hätte eine Stecknadel fallen hören können. In Köln funktioniert das sehr gut, allerdings kommt man hier auch nicht auf die Idee einen Redner bei einer Karnevalsparty auf die Bühne zu bitten. Weber, dessen Vorträge immer wieder unterschiedlich sind wurde mit Standing Ovations begrüßt und auch mit Standing Ovations von der Bühne entlassen.


Mit "Brings" wurde der Saal auf links gedreht, 1500 Menschen stellten fest "denn mir sin Kölsche". Stimmt, da die Grenzen Kölns vom Sauerland bis Kerkrade reichen. Besonders heftig tanzten und wibbelten die Gäste bei "su lang mer noch am Lääve sin", so dass man merkte wie froh die Jecken waren die Corona-Wellen überstanden zu haben.


Berns Stelter hatte nach diesem rasanten Auftritt von Brings etwas Mühe das Publikum zu erreichen. Einige Minuten dauerte es bis er die volle Aufmerksamkeit hatte. 


Einen furiosen Abschluss der Veranstaltung gab es mit den Domstädtern. Drums, Blechbläser und Dudelsack - Spieler ließen das Publikum, mit ihren flotten kölschen und internationalen Melodien, noch einmal Vollgas geben.


Freuen kann man sich jetzt auf die Session 2024 wenn Blau-Rot Dellbrück , sowie die Stromlose Ader wieder zu ihren Veranstaltungen einladen:


Veranstaltungsort ist der Kristallsaal der Kölnmesse

am 07. Januar Mädchensitzung, Blau-Rot Dellbrück. Karten gibt es unter:

                                            www.kg-blau-rot.de


Am 12. Januar 2024 Prunksitzung der KG Stromlose Ader

Am 10 Februar 2024 Kostümsitzung Stromlose Ader.....Kartenbestellung unter:

                                          www.stromose-ader.de

                                                                           oder

                                      www.karnevalssitzungen.koeln



(c) Gudrun Weiden