Großer Bambuslemur „Dakari“ im Kölner Zoo geboren

Köln - 08. Juli 2021                                                                                                    G, Weiden


Sehr selten, außergewöhnlich hübsch: 

Bambuslemuren Izy und Woody präsentieren ihren Nachwuchs





Am 05. 05. 2021 war es soweit, nach 150 Tagen Tragezeit brachte die Bambuslemuren-Dame "Izy" ihr siebtes Jungtier zur Welt. Mutter "Izy" und Vater "Woody" können stolz auf ihren Nachwuchs sein. Mit den großen Kulleraugen und den weißen Öhrchen wird das männliche Jungtier schnell zum Publikumsliebling avancieren.


Der Kleine wurde auf den Namen "Dakari" getauft, was auf Madegassisch soviel wie "Freude" bedeutet. Die Freude im Kölner Zoo ist tatsächlich sehr groß, da die Bambuslemuren sehr stark bedroht sind. In freier Wildbahn leben nur noch ein paar Hundert ihrer Art.

Kölner Zoo ist angesichts des dramatischen Artensterbens in Madagaskar massiv für Erhalt der dortigen Tierwelt aktiv, was die Bambuslemuren betrifft so unterstützen "Izy" und "Woody" den Kölner Zoo, mit vollem Einsatz. 




Noch trägt Muttrer "Izy" den kleinen "Dakari" rund um die Uhr bei sich. Naja, fast rund um die  Uhr. Der aufmerksame und geduldige Besucher kann beobachten wie "Dakari" so langsam den Weg zur Selbstständigkeit beginnt. Ab und zu löst er sich von "Izy" um etwas am Bambus zu kanbbern. Dieser "Abnabelungsprozess" wird in einigen Monaten beendet sein und man sieht "Dakari" in den Bäumen herumklettern um das Futterangebot in vollen Rahmen zu kosten.



In Deutschland ist der Kölner Zoo der einzige Zoo, der diese Art hält und erfolgreich züchtet. Insgesamt leben derzeit nur rund zwanzig Tiere in sechs europäischen Zoos. 


Maßnahmen, um den „Artenschatz Madagaskar“ zu bewahren

Der Kölner Zoo engagiert sich massiv für den Erhalt der einzigarten Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars. Die Insel hat sich vor etwa 170 Millionen Jahren von Afrika abgespalten. Durch die isolierte Entwicklung ist eine einmalige Flora und Fauna entstanden – ein wahrer Artenschatz. Viele Tiere und Pflanzen kommen nur hier vor. Etliche Arten haben sich so stark spezialisiert, dass sie nur in begrenzten Zonen leben. Umso dramatischer wirkt sich die Zerstörung der Lebensräume durch z.B. Abholzung aus. Vielfach sterben Arten aus, bevor sie überhaupt entdeckt werden. Der Kölner Zoo ist führend verantwortlich für die Gründung der „Madagaskar Fauna & Flora Group“, einem Zusammenschluss internationaler Experten, die ganz konkret Artenschutzprojekte in Madagaskar vorantreiben. Zudem hat der Zoo bewusst jüngst viele seiner neuen Nachzuchtprojekte auf hochbedrohte madagassische Arten konzentriert.


www.madagascarfaunaflora.org/  


www.koelnerzoo.de/artenschutz