Sieben Schwäbisch-Hällische Schweine

Köln - 09. Februar 2024                                                                         Kölner Zoo


      Sieben Schwäbisch-Hällische Schweine mischen den                                        Clemenshof im Zoo auf


               

                                  Lars Hobbold    


                        


 Sieben Glücksschweine für den Kölner Zoo: Kurz vor Karneval sind auf dem Clemenshof sieben Ferkel zur Welt gekommen. Sie zählen zur bedrohten alten Nutztierrasse der Schwäbisch-Hällischen Schweine. Muttersau „Uschi“ warf die Kleinen Mitte Januar. Vater ist der imposante Zuchteber „Eberhardt“, der parallel zur frischen Vaterschaft als Orakel den Ausgang der Deutschlandspiele bei der Handball-EM tippte. Auffällig: Gleich fünf der Ferkel sind komplett schwarz. 


                   


Schweine brauchen exakt drei Monate, drei Wochen und drei Tage, bis sie ihre Ferkel zur Welt bringen. So ist es auch bei den Schwäbisch-Hällischen Landschweinen, einer alten Nutztierrasse. Charakteristisch stechen ihre schwarzen Köpfe, Hälse und Hinterbeine hervor. Manche Tiere sind auch komplett schwarz – beim aktuellen Wurf gilt das gleich fünffach. Aufgrund des fetten Fleischs waren die Schwäbisch-Hällischen früher sehr beliebt. Seit es die Verbraucher magerer mögen, sinken die Haltungszahlen. Heute ist die traditionsreiche Rasse vom Aussterben bedroht. Der Kölner Zoo widmet sich mit seiner Zucht dem Erhalt dieser Tiere. 


Nachwuchs auch bei den Schwarzbunten Niederungsrindern 

Ebenfalls neu auf dem Clemenshof ist ein weibliches Kalb bei den Deutschen Schwarzbunten Niederungsrindern. Mutter „Lara“ hat es am 6. Dezember zur Welt gebracht. Vater ist Zuchtbulle „Kalle“. Das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind entstand im 16. Jahrhundert in den Niederungsebenen von den Niederlanden bis nach Dänemark. Die Rasse kann sowohl für die Milch- als auch die Fleischerzeugung eingesetzt werden. Die Rinder wurden jahrhundertelang von der norddeutschen Tiefebene bis in die Mittelgebirge gehalten. Deutsche Schwarzbunte Niederungsrinder sind sehr gutmütig, leicht kalbend und verwerten auch nährstoffarme Pflanzen optimal. Seit Ende des 2. Weltkriegs wurden sie zunehmend von der mehr Milch gebenden Rasse „Holstein Friesian“ verdrängt. Das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind ist deshalb heute in seinem Bestand bedroht. Der Kölner Zoo widmet sich auch hier dem Erhalt.  


(c) Kölner Zoo / Ch. Schütt  

Fotos: Lars Hobbold