Heute ist Weltartenschutztag:

Köln - 03. März 2022                                                                                    Kölner Zoo



Heute ist Weltartenschutztag: „Arche für den Artenschatz“
 Kölner Zoo weltweit für den Erhalt der natürlichen
Biodiversität aktiv



 Der Kölner Zoo engagiert sich auf vielen Feldern für den Erhalt
der natürlichen Biodiversität. Machen statt mahnen  und positive Taten folgen
lassen: So lautet das Motto. Nicht nur am heutigen Weltartenschutztag. Der Kölner
Zoo hat dafür allein seit 2010 rund 2,2 Millionen Euro aus seinem Etat bereitgestellt.
Dass dieses Geld gut angelegt ist, zeigen folgende Beispiele, die ausschnittartig für
das breite Engagement hier in Köln stehen:


Erstnachzucht und Rückführung bei einer der bedrohtesten Panzerechsen

Ligaya“, „Mutya“, „Mayumi“ und „Tala“, so heißen die die vor rund 8 Monaten im
Aquarium des Kölner Zoos geschlüpften Jungtiere bei den hochseltenen
Philippinenkrokodilen, eine der bedrohtesten Panzerechsenarten der Erde. Die vier
sollen später einmal in eine durch den Kölner Zoo unterstützte Auswilderungsanlage
auf den Philippinen rückgeführt werden. Vor gut einem Jahr hat das Team um
Aquariumskurator Prof. Dr. Thomas Ziegler, dem auch die europaweit erstmalige
Nachzucht bei dieser Art gelang, diese Form der Rückführung bereits erfolgreich
vorexerziert. Damals wurden erstmals zwei Kölner Nachzuchten auf die Philippinen
gebracht. Beide haben sich gut akklimatisiert und werden von den dortigen
Spezialisten aktuell auf ihre Auswilderung vorbereitet. Ziel ist, mit ihnen eine kleine
Population in einem Schutzgebiet im Süden der Philippinen aufzustocken.



Wirkungsvoller Elefantenschutz in Sri Lanka

Seit vielen Jahren kooperiert der Kölner Zoo mit dem „Elephant Transit Home“ (ETH)
in Udawalawe im Süden Sri Lankas. Die Auffang- und Wiederauswilderungsstation
kümmert sich um junge Elefanten, die bei Konfliktsituationen, z.B. mit Wilderern, zu
Schaden gekommen sind. In der Station werden die Tiere zunächst wieder
aufgepäppelt und medizinisch versorgt. Danach versucht man, sie in kleinen sozialen
Gruppen wieder im angrenzenden Nationalpark auszusiedeln. Die Mitarbeiter der
Station kümmern sich außerdem um Mensch-Tier-Konflikte in der Region. Sie
siedeln zum Beispiel „Problemelefanten“ um oder verhandeln mit den Bauern
Ausgleichszahlungen. Der Kölner Zoo unterstützt die Wiederauswilderung der
Elefanten, indem er medizinische Mittel bereitstellt, Halsbänder für die telemetrische
Überwachung finanziert, die Auswilderung wissenschaftlich betreut und das Know -
how aus der Elefantenhaltung in Zoos weitergibt. Kurator Dr. Alexander Sliwa hat
darüber hinaus jüngst die Erweiterung der Anlagen der Auffangstation biologisch
betreut und u.a. zusätzlich den Bau von Anlagen für verletzte Wildkatzen
vorangetrieben. Immer mehr Tiere können auf diese Weise gerettet, versorgt und
wiederausgewildert werden.




Gegen das Verstummen im Regenwald  aktiv für den Vogelschutz in
Südostasien

Der Kölner Zoo hat seit jeher eine große ornithologische Expertise. Diese setzt er
auch für den Arterhalt ein. Die Vogelabteilung um Kurator Bernd Marcordes züchtet
z.B in den Backstage-Bereichen des Regenwaldhauses zahlreiche hochbedrohte
Vogelarten. Paradebeispiel ist der Balistar. In der Wildnis durch
Lebensraumzerstörung und Abfang für den illegalen Handel nahezu ausgestorben,
sichern Zoos wie der in Köln durch Reservepopulationen in Menschenhand das
Überleben hochbedrohter Arten. Immer wieder können aus Köln Balistare auf die
indonesische Insel rückgeführt und dort ausgewildert werden.
Die Artenschutz-Projekte auf einen Blick unter www.koelnerzoo.de/artenschutz 


Die jährliche Summe, die der Kölner Zoo aus seinem Etat für seine Artenschutz-
Arbeit bereitstellt, betrug zuletzt pro Jahr rund 200.000 Euro. Durch den neu
eingeführten Artenschutzeuro, der nun in die Erwachsenen-Tageskarte inkludiert ist,
soll sich diese Summe in Zukunft sogar verdoppeln. Schließlich zählt der Kampf
gegen den Verlust der biologischen Vielfalt neben dem Klimaschutz zu den
drängendsten Herausforderungen, die die Menschheit zu lösen hat.
Der Kölner Zoo konnte seine Expertise in Sachen Artenschutz zuletzt weiter
verstärken. Dr. Johanna Rode-Margono ist seit 1. Februar neu im Biologen-Team
des Zoos. Sie kommt von der Berliner Stiftung Artenschutz, für die sie als
Geschäftsführerin tätig war. In dieser Rolle hat sie v.a. kleinere Zoos bei ihrer
Artenschutzarbeit beraten. Im Kölner Zoo steht Dr. Rode-Margono als Kuratorin dem
Huftier- und Primatenbereich vor. Einer ihrer Schwerpunkte wird darüber hinaus die
Koordination der verschiedenen Artenschutz-Aktivitäten sein, die der Kölner Zoo für
die hochbedrohte endemische Fauna und Flora Madagaskars leistet