Aktuelles - Kultur - Jedöns Kölle un dröm eröm



Köln - 30. November 2022                                                                      Festkomitee Kölner Karneval


   

   Närrisch-Europäischer Förderpreis: Besondere Ehrung im EU-Parlament


     Dr. Joachim Wüst mit Närrisch-Europäischem Förderpreis ausgezeichnet


 Der ehemalige Festkomitee-Vizepräsident Dr. Joachim Wüst ist im EU-Parlament in Brüssel mit dem Närrisch-Europäischen Förderpreis ausgezeichnet worden. Damit würdigte die Närrische Europäische Gemeinschaft (NEG) die deutschen und länderübergreifenden karnevalistischen Aktivitäten des Kölners. Als Dachverband repräsentiert die NEG die Interessen von insgesamt 8,5 Millionen Karnevalisten in ganz Europa. In seinen Funktionen im Festkomitee und als Präsident der Grossen Kölner Karnevalsgesellschaft hielt Wüst über Jahrzehnte hinweg immer engen Kontakt zu internationalen Karnevalsorganisationen – vor allem in den Niederlanden und in Belgien und sogar im brasilianischen Rio de Janeiro.


 (von rechts nach links): Sabine Verheyen (Vorsitzende im EU-Kulturausschuss), Petra Müller (Präsidentin der NEG), Dr. Joachim Wüst (Präsident der Grossen Kölner KG), Christoph Kuckelkorn (FK-Präsident), Marion Wüst 



Dr. Joachim Wüst knüpfte neben seinen Aufgaben im Festkomitee Kölner Karneval intensive Bande unter anderem in die Niederlande und nach Belgien


Die Präsidentin der NEG, Petra Müller, hob in Ihrer Laudatio die internationalen Beziehungen hervor, die Dr. Joachim Wüst neben seinem Wirken im Kölner Karneval immer wieder mit Leben gefüllt habe: „Mit diesem Preis zeigen wir unsere Dankbarkeit für ehrenamtliches Engagement für das Kulturgut Fasching- Fastnacht-Karneval in Europa. Narretei bringt die Menschen zusammen und ist bunt wie Europa selbst. Dafür braucht es Menschen, die sich engagieren, Menschen, wie Joachim Wüst.“ So gibt es zum Beispiel eine enge Verbindung zur Karnevalsgesellschaft „De Marotte Sittard” in den Niederlanden, die bereits 2001 in der Ausstellung „Heiter bis wolkig“ in Bonn und Amsterdam gewürdigt wurde. Die Grosse Kölner hat mit dieser Gesellschaft eine enge Partnerschaft, da sie nach dem 2. Weltkrieg eine der ersten Verbindungen zwischen deutschen und niederländischen Karnevalisten war. Im belgischen Kelmis ist der Sitzungsleiter der Fernsehsitzungen in der ARD ebenfalls eine feste Größe: Er präsentierte beim „Kölschen Ovend” Karnevalskünstler aus seiner Heimatstadt und brachte so ein Stück jeckes kölsches Brauchtum nach Belgien.


FK-Präsident Kuckelkorn: „Tolle Auszeichnung für den gesamten Kölner Karneval”


Sabine Verheyen, Vorsitzende im EU-Kulturausschuss und Schirmherrin der Närrischen Europäischen Gemeinschaft freute sich über diesen regen Austausch über alle innereuropäischen Grenzen hinweg: „Der Karneval ist wichtig für unsere Gesellschaft, weil er Menschen zusammenbringt. Er ist aber auch ein Kontrapunkt für die Macht und für die Politik. Vielen Dank an Dr. Joachim Wüst, der sich in herausragender Weise ehrenamtlich für dieses Brauchtum engagiert.“
Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn freute sich über die Ehrung des langjährigen Festkomitee-Vorstandsmitgliedes: „Joachim Wüst ist ein Karnevalist durch und durch: Deswegen haben wir ihn für diesen Ehrenpreis vorgeschlagen. Neben seinen Tätigkeiten als Vizepräsident und Justiziar des Festkomitees und zeitweise auch als Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kölner Karnevals mbH ist er mit Leib und Seele Programmgestalter für die Veranstaltungen des Festkomitees. Hier ist er nicht nur Sitzungsleiter, sondern sorgt immer wieder auch mit Gesangseinlagen für Stimmung. Diese Urfreude am Karneval hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auch auf Karnevalisten in anderen Ländern übertragen.”

Bei der Ehrung im EU-Parlament waren neben der Familie von Dr. Joachim Wüst und Vertretern der Grossen Kölner und des Festkomitees auch internationale Karnevalisten vor Ort. Für die musikalische Begleitung sorgte der kölsche Mundart-Künstler J.P. Weber. 


Copyright © Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823. Tanja Holthaus









Düren / Köln - 14. November 2022                                                         (c) Stadt Düren  


            Viele Bützchen, Lacher und ein Eintrag ins Goldene Buch

  

Im roten Frack, bestens gelaunt, mit ein paar netten Begrüßungsworten und einem

Bützchen für jede Anwesende  ganz entspannt zeigte sich Ludwig Sebus vor seinem Auftritt

beim Karnevalistischen Konzert der Cappella Villa Duria und der Närrischen Nord-Dürener

zum Sessionsauftakt im Haus der Stadt. Auf Einladung von Bürgermeister Frank Peter Ullrich

trug sich die Kölner Karnevalslegende ins Goldene Buch der Stadt Düren ein.



Viel Humor auch beim Eintrag ins Goldene Buch: Bürgermeister Frank Peter Ullrich,
Renold Quade (Musikschule Düren), Ludwig Sebus, Johannes Esser (Cappella Villa Duria) und
Lothar Claßen (Närrische Nord-Dürener) (v.l.)
.


„Vom Glanz der alten Duria kam heute ein Strahl auf mich, schrieb der 97-Jährige nach

kurzem Nachdenken schwungvoll auf die für ihn gestaltete Seite. Vor einiger Zeit durfte sich

Sebus schon in das Goldene Buch seiner Heimatstadt Köln eintragen. Dort sogar auf der

Seite nach der englischen Königin Queen Elisabeth II.“, erklärte er anschließend lächelnd.

Der Eintrag hier in Düren ist für mich aber eine sehr große Auszeichnung, über die ich mich

sehr freue, weil ich eine sehr lange und enge Beziehung zu Düren habe. Und hier in Düren

folgt mein Eintrag direkt auf den von Schauspieler Helmut Zierl. Das ist doch auch etwas.



Nach einem kurzen Plausch mit Bürgermeister Frank Peter Ullrich und Vertreterinnen und

Vertretern der Närrischen Nord-Dürener und der Cappella Villa Duria verabschiedete sich

der Krätzchensänger für die letzten Vorbereitungen auf seinen Auftritt auf der Bühne. Dort

zeigte Ludwig Sebus wenig später, dass mit Humor alles besser geht, wie er selber immer

sagt, und erntete für seine Krätzchen, also mundartliche Lieder, die lustige Begebenheiten

oder Streiche erzählen, viel Applaus und stehende Ovationen.


(c) Stadt Düren - Dirk Zirke 












Köln - 09. November 2022


                   200 Jahre organisierter Kölner Karneval

Die Geschichte der ersten Kölner Traditionsgesellschaft „Die Grosse von 1823 KG e.V. Köln“


Autoren:
Die Grosse von 1823 Karnevalsgesellschaft e.V. Köln (Hg.) 

ISBN 978-3-89445-596-5 



In dem vorliegenden Buch werden die Genese und die Entwicklung des organisierten Karnevals und insbesondere der Karnevalsgesellschaft „Die Grosse von 1823 KG e.V. Köln“ von ihren Anfängen im Jahre 1823 bis zu ihrem 200-jährigen Jubiläum nachvollzogen, wobei vor allem Fragen nach den Erscheinungsformen, den Bedingungen und Auswirkungen des modernen Karnevals im Mittelpunkt stehen. Die Entstehung und die Entwicklung des modernen Karnevals in Köln von 1823 bis 2022 werden auf der Grundlage eines breiten Quellenspektrums nachgezeichnet und verglichen. Dabei bleiben auch die Forschungsergebnisse zur Geschichte des Bürgertums, des Vereinswesens und der politischen sowie der bürgerlichen Festkultur im Blick; zudem greift diese Publikation auf Ergebnisse der volkskundlichen Fastnachtsforschung zurück. Schließlich wird auch der Karneval im Spiegel zeitgenössischer Kritik mit Interviews von Zeitzeugen betrachtet.                     

                                                                                                                              Quelle: Jonas Verlag




Ab heute ist das Buch der "Großen von 1823 " im Buchhandel und auf deren Website erhältlich.

Karneval ist in Köln kein einzelner Tag im Kalender, sondern eine Jahreszeit, fest im Zeitenlauf und den Herzen der Menschen verankert und zugleich das Fundament Kölscher Lebensart. Stöbert und erfahrt Interessantes, Amüsantes und Neues aus 200 Jahren des Kölner Ur- Fastelovends! 


„Die GROSSE von 1823“ startet am 11.11.2022 am Tanzbrunnen mit einer wunderbar kölschen Großveranstaltung für kölsche große und kleine Jecke in diese historische 200. Session. Die Sitzungen mit besonderem Jubiläumsprogramm stehen für die Fastelovendsjecken  bereit.


Fotos: (c) Werner Scheurer













Köln - 08. November 2022                                                                      G. Weiden


     Emotionsgeladene Sessionseröffnung der

             KG Fidele Fortuna vun 1949 e.V.


Am Abend des 5. November2022 gab es die ein oder andere Träne der Freude und Rührung bei der Sessionseröffnung der KG Fidele Fortuna vun 1949 e. V.


                       

                         Offizielle Ernennung zum Präsidenten M. Hergarten (c) N. Ritterbusch


Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, bat Marcel Hergarten zu sich um ihn offiziell zum Präsidenten der KG Fidele Fortuna zu vereidigen. Seit dr Wiederbelebung im Jahr 2021 bekleidet Marcel Hergarten diesen Posten bei der KG, aber durch Corona musste die Vereidigung in dieses Jahr verlegt werden. 


Otto Hoffmann, das älteste  Mitglied der KG Fidele Fortuna, hatte es sich nicht nehmen lassen und die Präsidentenkette, sowie den Sessionsorden zu kreieren. Der 90 jährige Otto Hoffmann tüftelte ein Jahr lang an der Kette und ließ all seine Kreativität einfließen. Das Ergebnis Kette und Orden kann sich durchaus sehen lassen.



 (c) N. Ritterbusch - Herrenorden.....              Damenorden


Seit vielen Jahrzehnten mischt Otto Hoffmann trotz seines hohen Alters im Karneval, insbesondere bei seiner Heimatgesellschaft "Löstije Brücker Müüs e. V. und der Kg Fidele Fortuna vun 1949 e. V., mit. Bei Beiden bekleidet er einen Sitz im Vorstand. 


Große Überraschung war für Otto und auch für die anderen Gesellschaftsmitgliedern die Ehrung die dem 90 jährigen zuteil wurde. Christoph Kuckelkorn ehrte ihn mit der höchsten Auszeichnung des BDK: der Verdienstorden in Gold mit Brillanten!


                

                  Otto Hoffmann mit Verdienstorden in Gold mit Brillanten (c) N. Ritterbusch


Dies war der emotionsgeladene Moment des Abends, und so manchem der 80 Mitglieder Der Kg schossen, wie bei Otto, Tränen der Freude in die Augen.


Ein großartiger Sessionsauftakt für die KG-Mitglieder und deren Freunde!
















Köln - 02. November 2022                                                                          G. Weiden


                               Benefiz - Präsentationsabend

 Starke Tanzgruppen brillieren beim Kreis rheinischer Karnevalisten


Am vergangenen Samstagabend fand zum zweiten Mal der Benefiz - Präsentationsabend des Krk in der Josef-Barten-Halle statt. Es gab zwölf Programmpunkte, davon vier Neuzugänge beim KrK.




Zu Beginn gab es direkt etwas fürs Auge. Die Jugendtanzgruppe "Kölsche Greesberger" zeigten ihr Können. Nach dem ersten Tanz folgte die Begrüßung der Gäste durch den Präsidenten Albert Terfloth. Hierbei wurde noch einmal betont das es sich um eine Benefizveranstaltung handelte, deren Erlös an den Verein "Himmel un Ääd" zugeführt wird.


Nach der zweiten Vorstellung der Jugendtanzgruppe wurde es zunächst weniger karnevalistisch. Das Duo "De Schlofmütze" stehen für Schlager in Kölsch und Hochdeutsch. In die großen Säle Kölns werden sie es wohl nicht schaffen, aber auf Straßenfesten gern gesehene musikalische Gäste sein.


                     


Die Tanzgruppe "Paulinchen" (vormals de Höppebeencher) haben an Esprit und Können nichts verloren. Flotte Tänze zu kölschen Melodien, sehr synchron auch in den Würfen. Eine wahre Augenweide.


Der "Jeck noh Note" überzeugte mit seinen Krätzjen und Schlager-Persiflage. Unter lautem Lachen verfolgte das Publikum seine Präsentation.


Die Tanzgruppe "Stadtgarde Pulheim", einer der Neuzugänge, bot einiges mehr als Gardetanz. Um das Level anderer Tanzgruppen zu erreichen braucht es noch ein bisschen Training.


         


Es war an der Zeit einige Ehrungen vorzunehmen. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Jürgen Scheidt und Gerd Groß ausgezeichnet. Für ihren 35 jährigen Einsatz im KrK  bekam das Ehepaar Terfloth eine Auszeichnung.


                                  


Nun War Frauenpower angesagt. "Et leev Alex" gehört zu den Neuen in der KrK-Familie. Die quirlige Sängerin überzeugte mit ihrer phantastischen Stimme das begeisterte Publikum.


Die Tanzgruppe "Blaue Jungs" der Lövenicher-Neustädter müssen nach der pandemiebedingten Zwangspause und einem Trainerwechsel wieder in ihre alte Form finden.


                         


Bei der Formation "Saloon", auch ein Neuzugang, gibt es gleich dreifachen Frauenpower. Hier gibt es kölsche Songs im Country-Style. Überzeugend auch die Gitarrensoli der zwei von drei Herren Musiker. 


"Die Knollis" brachten guten, alten Blues zu Gehör. Kam bei den Gästen gut an.







Als letzte Tanzgruppe des Abends stürmten die "Dürscheider Mellsäck" die Bühne. Bei diesem hervorragenden Neuzugang blieben die Münder offen stehen. Sie lieferten eine brillante Tanzperformance. Hier sah man auch Tänze wie Walzer oder Jive neben dem normalen Beine hoch schmeißen. Bei dieser Tanzgruppe wird der fastelovend getanzt und das in aller Perfektion. Die Darbietung der "Dürscheider Mellsäck" wurde mit Standing Ovations belohnt.


Schlagersänger "Thomas Junggeburth" brachte mit seinen flotten Melodien die Gäste noch einmal zum wibbeln und mitsingen.


Den Abschluss absolvierten die "Ihrefelder Cheyenne". Der Musikzug ließ die Stimmung des Kölner Straßenkarnevals sofort auflodern und auch die Vorfreude darauf.










Köln - 27. Oktober 2022                                                                         G. Weiden / Fotos: K. Hielscher


            Künstlerpräsentation der KAJUJA 2022

Vergangenen Samstag stellten einige Künstler der KAJUJA ihre neuen Programme vor. 

Nach kurzer Begrüßung der rund 1000 anwesenden Gäste im Theater des Tanzbrunnen, durch Klaus Radek und Volker Weininger, ging es direkt los.


KÖLSCHRAUM versetzte  als Opener das Publikum in richtige Karnevalsstimmung. Die musikalische Bandbreite deckt alle Genres ab so war für jeden etwas dabei.


NE SPÄTZÜNDER brachte mit seiner Rede, über Patch-Work Familie und Aufklärung der Kids in der heutige Zeit, die Gäste dazu Tränen zu lachen.


Es folgten die Formation SCHARMÖÖR, Bauchredner GERARD mit seinen Raben und die Band BEL AIR. Bel Air sind einer der Neuzugänge in der Kajuja-Familie und man sollte sie keineswegs außer acht lassen. Da kommt noch einiges auf das jecke Publikum zu.


Die Tanzgruppen RHEINMATROSEN und deren MINIS sowie die KÖLSCHE GREESBERGER brillierten mit Perfektion in Tanz und Akrobatik.




Den echten Fastelovend spürte man bei den ZWEI HILLIJE. Ob im Zwiegespräch oder bei den vorgetragenen Krätzjen, hier blieb kein Auge trocken. Die "eineiigen Kusängs" bekamen für ihren Vortrag stehende Ovationen (die einzigen des Abends).


STADTRAND, eine der Bands die der richtigen kölschen Sprache mächtig sind, sorgte mit ihrem Pop-Rock für ausgelassene Stimmung im Saal.


DÄ KNUBBELICH, nicht mehr als Justizvollzugsbeamter tätig, als Redner jedoch weiterhin in Topform. Seine Geschichten aus der Stammkneipe und die Erlebnisse als Reiter bei  "Jan von Werth" sind wahre Schenkelklopfer. Kleine Pausen während der Rede mussten sein, da das Lachen der Gäste nicht enden wollte.


Mit den Bands BOHEI, KING LUI und PLANSCHEMALÖR ging es weiter im Programm.




Mit MÜLLER & BAND ging es langsam zum Ende des Abends zu. Der Beitrag von MÜLLER & Band war das Highlight der musikalischen Darbietungen. Egal ob Schunkelwalzer, Traditionell oder rockige Töne, das Publikum machte mit. Es wurde gewibbelt und mitgesungen. Die Wenigsten blieben auf ihrem Stuhl sitzen. 


Für einen furiosen Abschluß sorgte die RYTHMUSSPORTGRUPPE.








Köln - 03. Oktober 2022                                                                         G. Weiden


              Brillante Redner beim Präsentationsabend des 

                   Stammtisch Kölner Karnevalisten e. V.


                   


Samstag der 01. Oktober 2022 - volles Haus im großen Saal des Sartory, denn der Stammtisch Kölner Karnevalisten hatte zum Künstler-Präsentationsabend eingeladen. Literaten, Veranstalter und andere Fastelovendsjecke freuten sich auf den Ausblick was die zukünftigen karnevalistischen Events zu bieten haben.


Insgesamt gab es 16 Programmpunkte in Musik, Tanz und Rede. Die Moderatoren des Abends, Manfred Schweinheim und Stephan Henseler, führten souverän durch das Programm. Das Orchester Markus Quodt hatte die musikalische Leitung.

Begrüßt wurden die Gäste von Baas Bruno Praß.


Künstler Musik:

Domstädter Köln e. V. - Knallblech - Räuber - Lutz Kniep - Kappes & Co. - Domstadtbande


                   


Opener war die Big Band Domstädter Köln. Mit "Highway to hell" zogen sie in den Saal, begleitet von Bruno Praß, dem Präsidenten des Stammtisch Kölner Karnevalisten. Wie die Fööss gründeten sich die Domstädter im Jahr 1970, feiern also auch ihr 50 +2 Jubiläum. Kein Wunder dass sie das Publikum überwiegend mit Bläck Fööss Evergreens unterhielten. Man feiert ja nicht gern alleine.  Ihr Musikalischer Leiter, Thomas Sieger, zeigte sich als stimmgewaltig und schmetterte u.a. den "Kölsche Jung" von Brings in den Saal. Die Big Band sorgte gleich für die Stimmung im Saal und wurden mit viel und lautem Applaus belohnt.


"Brass an d´r Freud" hieß es bei Knallblech. Bei den flotten, wenn auch lauten Klängen , blieb kaum jemand auf seinem Stuhl. Egal wie alt die Gäste auch waren, es war "allgemeines wibbeln" angesagt. Auch hierfür gab es kräftigen Beifall.


                       


Lutz Kniep begeisterte mit seinem Trompetensolo und seiner Lasershow, die speziell auf diesen Abend ausgerichtet war.

Mit der Domstadtbande ging es zum Ende nochmals rasant zu. Mit ihrem Mitmachprogramm zogen sie auch die Letzten vom Stuhl. Never ending Applaus.


Tanzgruppen:

Kölsch Hänneschen - Höppemötzjer - Fidele Fordler - Kammerkätzchen und Kammerdiener


Die Tanzgruppen sind ALLE sehr gut. Hier ist für jeden etwas dabei Tanz - Akrobatik - atemberaubende Würfe, jeder Wunsch wird erfüllt. Jede Gruppe für sich hat ihr Augenmerk auf etwas anderes gelegt. Z.B.:  Die TG Kölsch Hänneschen hat sich darauf spezialisiert Geschichten, die normalerweise gesungen werden, tänzerisch darzustellen. Ein wahrer Genuss dabei zu zusehen. Alle Gruppen erhielten ihren verdienten kräftigen Applaus.


                     

                       Fotocredits: Florian Heller


Die "Höppemötzjer" erhielten die Ehrenurkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft. Diese wurde von Baas Bruno Praß freudig überreicht.



Redner:

Ne Bonte Pitter - Ne Schwadlappe - Die Huusmeister vum Bundesdaachg - Dä Nubbel - Willi u. Ernst - Hausmann Jürgen Beckers


Es darf, nein es muss, gelacht werden. Die Redner des Abends waren einfach unschlagbar.

Hervorragende Leistungen erbrachten hier "Dä Nubbel" und "Willi & Ernst".


                         


Dä Nubbel, nicht so frech wie im Vorjahr, aber frech genug um der Politik ordentlich eins aus zu wischen. Unter Anderem wird auch der digitale Wahnsinn der heutigen Zeit von ihm auf sehr lustige Weise aufs Korn genommen. Hier bleibt kein Auge trocken und die Belohnung für seine herausragende Rede waren die ersten Standing Ovation des Abends.


                       


"Willi & Ernst" die ewigen Rentner auf Partnersuche bringen das Publikum dazu Tränen zu lachen. Topaktuelle Themen, wie die Currywurst-Preise im Satory wurden umgehend ins Programm integriert. Glanzleistung: eine Erklärung wie Menschenrecht funktioniert, auch mit Indianern und Mohren. Einfach nur herrlich! Hier gab es zum zweiten mal Standing Ovations.


Fazit:

Mit den Künstlern des Stammtisch Kölner Karnevalisten kann kein Literat oder Event-Veranstalter etwas falsch machen. In allen Genres ist für jedes Event, von Karnevalsparty bis Flüstersitzung, etwas dabei.











Köln - 14. September 2022                                                                           G. Weiden


                           Wisent, Luchs und Co. laden ein:

                               50 Jahre Eifelzoo



 



Am Sonntag, den 18. September, wird im Eifelzoo das 50 jährige Bestehen gefeiert. Neben Speis und Trank wird es auch einige Programmpunkte geben. Welche es sind bleibt eine Überraschung. Laut Wetterkarte wird es trocken bleiben, aber eine Jacke sollte man dabei haben. Der Tierpark befindet sich im schönen Prümer Land:


                                                     Reinigseifen 2


                                                                   54597 Lünebach

                                                 




In der Show gibt es rund 60 Tierarten zu sehen. Bei dem Gebiet von 30 Hektar heißt das: Alle haben genügend Platz und werden ganz natürlich gehalten. Der Rundweg ist behindertengerecht angelegt. Es gibt 2 Spielplätze für die Kleinen wo sie sich austoben können. Am Wegesrand stehen immer wieder Klappstühle, so das man die Tiere auch über längere Zeit, ohne Anstrengung, beobachten kann. 


Am Imbiss gibt es nicht nur Bratwurst und Pommes, sondern einen sehr empfehlenswerten Kuchen und Kaffee. Alle Produkte kommen aus der Region.


                                     mehr Infos gibt es hier:

                                                  https://eifelzoo.info/



     










Köln - 06. September 2022                                                                                            G. Weiden


           Nach "Meisterköch" ein neue Meisterstück


Eine wahrhaft gelungene Premierevorstellung, bei vollem Haus, im "Hänneschen Theater" gab es am vergangenen Sontagnachmittag. Mit "En schäle Biesterei" ging ein weiteres Meisterstück an den Start. Das Abendstück von Silke Essert , geschrieben und inszeniert, begeisterte die Besucher.

 

                                         


Nach einer herzlichen Begrüßung durch Udo Müller an die Gäste ging es pünktlich um 16 Uhr los.


               

                                              Zwischenspiel mit Stefan Martens und Jura Wajden


Bei den Bühneumbau-Pausen wurden die Besucher von den Hänneschen-Musikern sensationell unterhalten.


                                   "En schäle Biesterei"


Unter Mithilfe ausländischer Geldgeber schafft es Schäl zum Bürgermeister von Knollendorf gewählt zu werden. Doch muss er etwas dafür tun, denn "Nix es ömmesöns". So macht er der Knollendorfer Bevölkerung klar, dass die Kassen leer sind und nur die Privatisierung des Wasserwerks sie vor einem Totalbankrott retten würde. Glücklicherweise habe sich der Lebensmitelkonzern "Pestlé" bereit erklärt das Wasserwerk zu kaufen.




Nicht ahnend das es sich um eine "schäle Biesterei" handelt, möchten die Knollendorfer aber verhindern das der Großkonzern ihr Wasserwerk bekommt. Doch wie können sie Schäl finanziell unter die Arme greifen und dieses Geschäft zum platzen bringen?


Speimanes, der im Museum die Aufgabe hat ein wertvolles Exponat zu bewachen erzählt: Dat es die Krun vum Alfons dem viertel vor Zwölften un die es dubbelt esu vill Wert wie unser Wasserwerk".  Da stand der Plan fest: "Die Krun weed jekläut un verklopp. Däm Schäl losse mer dat Jeld dann anonym zo kumme."



Doch der korrupte Bürgermeister Schäl hat mit dem ungeahnten Reichtum besseres zu tun als die Kassen zu füllen. Gut das die Knollendorfer noch Plan B haben: Sie beobachten Schäl im Etablissement der "Fussijen Franzi", wo er bei Wein, Weib und etwas Schnee, das Geschäft mit den Geldgebern in trockene Tücher bringen will. Sie sammeln genug Beweismaterial um kompromittierende Fotos um Schäl zu Fall zu bringen.


Ob Plan B gelingt, was aus dem Geld wird und wer die Krone gekauft hat, erfährt nur wer sich "En schäle Biesterei" anschaut.


Aufführungszeiten "En schäle Biesterei"

Von Mittwoch dem 07. 09.2022 bis Sonntag, den 30. 10 2022

Von Samstag, den 25.2023 bis Freitag, den 16.06.2023

Mittwochs bis Samstags um 19:00 Uhr

Sonntags um 17:00 Uhr

Sonderspielzeiten unter: https://www.haenneschen.de/spillplan.html#2022-09

Die Karten kosten 21.- €


Die Theaterkasse ist ist von Mittwoch bis Sonntag von 10 - 14 Uhr erreichbar:  0221 / 258 12 01

Theaterkasse im Foyer des Theaters: 15 - 18 Uhr

Jederzeit erreichbar per E-mail: haennescheen@stadt-koeln.de

per Fax: 0221 7 221 28488
















Köln - 30. August 2022                                                                      G. Weiden


                                                          De Rotznas`

                met singer Jittar en de Kirch


Es ist wieder soweit, bereits zum dritten mal freut sich die musikbegeisterte Brückenschlag-Gemeinde Flittard/Stammhein zu einem Konzert des Kölner Barden Jens "de Rotznas`" Büttemeyer einzuladen. Am 28. Oktober 2022 wird die Immanuel-Kirche, Bonhoeffer Str. 8, ab 20 Uhr, zum Ort der Erheiterung und des Vergessens des Alltags.  De Rotznas spielt an diesem Tag nur eigene, bekannte und auch noch unveröffentliche neue Lieder, die allesamt aus seiner eigenen Feder stammen. Lachen, mitsingen und schunkeln sind ausdrücklich erwünscht. 




Unterstütz wird "de Rotznas" unter anderem von Nikolas Geschwill am Cajon (ist auch für den Video-Mitschnitt zuständig) und...???. Hier wird weiter noch nichts verraten, aber die Besucher können sich auf einige Überraschungen gefasst machen. Das Konzert wird komplett Kölsch sein und vielleicht wird es auch das ein oder andere "Kölsch" zum Trinken geben. Dazu  Pfarrer Thomas Fresia: "Auch wenn der Platz im Kühlschrank begrenzt ist, ich werde mein Bestes versuchen!" 


Geniessen kann man nicht nur die Musik, sondern auch die ausgewogene Akustik der Immanuell-Kirche in Köln-Stammheim.


Das Platzangebot in der Kirche ist auf ca. 200 Personen begrenzt, also erscheint zeitig um euren besten Platz zu ergattern. Der Eintritt ist frei. Es wird ein "Hut" rumgereicht in den jeder der möchte gerne einen Obulus für die Musiker hinein stecken kann.


De Rotznas, die Brückenschlag-Gemeinde und Pfarrer Thomas Fresia freuen sich auf zahlreiche Besucher.


                                                     Wann und wo:


                                             28. Oktober um 20 Uhr

                                                  Immanuel-Kirche 

                                                  Bonhoeffer Str. 8 

                                             50061 Köln (Stammheim)















Köln - 10. August 2022


                             50 (+2) Jahre Bläck Fööss

                Zum 46. Mal Bläck Fööss am Tanzbrunnen



  Foto: (c) Monika Wolf Schulz


ENDLICH! - dürfen die Bläck Fööss ihr Jubiläum feiern. Dies tun sie unter anderem an Samstag, den 13. August, am Tanzbrunnen. Erholt und gut gelaunt laden die "Fööss" zu ihrem traditionellen Familienkonzert in ihr "Wohnzimmer", wie sie die Bühne am Tanzbrunnen nennen, ein. 


Die Konzerte der Kultband sind immer wieder anders. Kein Wunder, bei dem großen Repertoire an Songs (und es werden immer mehr) können sie aus dem Vollen schöpfen.

Wer die energiegeladenen, frischen Fööss auf der Bühne agieren sieht glaubt kaum, dass die Band schon 52 Jahre besteht. 


Drei Stunden Spaß, schunkeln, tanze, und mitsingen sind garantiert und das Wetter spielt ja auch mit. 


Also nichts wie hin "op die Schäl Sick" zum Jubiläums-Familienkonzert, bei dem jeder kölschen Seele das Herz aufgeht


Wann:     13. August 2022

Wo:         Tanzbrunnen Köln

Einlass     17:30 Uhr

Beginn:    19:00 Uhr

Tickets:    29,40 €  inkl. VVK Gebühren

Kinder unter 13 Jahren haben freien Eintritt


Tickets gibt es an allen Köln Ticket VVk Stellen oder telefonisch unter: 0221 - 2801  


















Köln - 29. Juli 2022                                                                             G. Weiden


                                                     Kleinster Hirsch der Welt: 


                                    Pudu „Alvess“ im Kölner Zoo geboren


                       


Große Freude im Kölner Zoo über die Geburt eines Süd-Pudus. Diese stark bedrohte Art zählt zu den kleinsten Hirschen der Welt. Das männliche Jungtier kam am 17. Juli zur Welt und wurde auf den Namen "Alvess" getauft. Dieser Latein-Amerikanische name bedeutet soviel wie "Tapferer Jüngling".  Mutter "Auryn" zeigt sich auch bei ihrem dritten Jungtier sehr vorbildlich. Vater "Dursley" verstarb leider Anfang Juni.


             

              Tierpflegerin Alina Merzbach freut sich über die Gewichtszunahme des kleinen Pudus


"Alvess" war bei der Geburt ein echtes Leichtgewicht. Durch die Fürsorge seiner Mutter holte er aber sehr schnell auf und hatte nach 11 Tagen schon das altersgerechte Normalgewicht. Putzmunter aber dennoch vorsichtig erkundet der "Tapfere Jüngling" das Gehege. Die meiste Zeit des Tages legt er sich, schön versteckt, ab. 


Pudus zählen zu den Hirschen. Es gibt zwei ähnliche Arten – den Südlichen und den Nördlichen Pudu. Südpudus, wie sie der Kölner Zoo hält, leben in den Südbuchenwäldern Chiles. Im Gegensatz zum Nordpudu, der in den kargen Hochgebirgslagen der kolumbianischen, ecuadorianischen und peruanischen Anden vorkommt, sind Südpudus reine Waldtiere. Sie sind scheu und überwiegend nachtaktiv. Ihre Nahrung besteht aus Blättern, Rinde, Früchten, Blüten und jungen Baumtrieben. Südpudus leben im Freiland in der Regel einzelgängerisch und kommen nur zur Paarung zusammen. Die männlichen Hirsche tragen ein Geweih mit nur einer Stange von 5-10 cm, was genauso wie alle Hirschgeweihe jährlich abgeworfen wird.  


Die Pudu-Anlage des Kölner Zoos liegt im Südamerikabereich in der Mitte des Zoos, zwischen der Anlage für den Großen Ameisenbären und den Primaten und Aras im Kleinen Südamerikahaus. Pudus können in Zoos ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. In Deutschland leben aktuell 27 Pudus in fünf verschiedenen Zoos; in Europa sind es 60 in 19 Zoos. Der Kölner Zoo hält mit fünf Tieren die momentan zweitgrößte Gruppe.  











Köln - 27. Juni 2022                                                                                G. Weiden


                          Oldtimer-Rennen der Karnevalisten

       Fastelovends-Classic "Et-kütt-wie-et-kütt-Tour"


             

                              (c) W. Scheurer


Am Sonntag den 26. Juni 2022 fand die 18.Oldtimer-Rallye der Karnevalisten, nach drei Jahren Zwangspause, endlich statt. Organisiert wird die Oldtimerrallye Kölner Karnevalsgesellschaften in Kooperation der Altstädter Köln1922 eV und der Kölner Narrenzunft von 1880 e.V..


                 

                          im Minutentakt wurde ab 10:15 Uhr gestartet (c) W. Scheurer


Unter dem Motto "Et-kütt-wie-et-kütt-Tour"  meldeten sich 25 Karnevalsgesellschaften zur Rallye an. 90 Oldtimer trafen sich pünktlich zum Start um 10:10 Uhr am Heumarkt. Die Teams waren bestens gelaunt und haben in den letzten drei Jahren nichts verlernt. Es wurde sowohl in der Spitzen­gruppe als auch im bekannten Keller-­Duell um jeden Punkt gekämpft. 

Die 170km lange Strecke führt vom Heumarkt aus ins Kölner Umland und endete am Nachmittag wieder in Köln. 


               

                      (c) W. Scheurer


Die Teams bestanden die, auf der Strecke, geforderten Sonderprüfungen mit Bravour, niemand hatte etwas verlernt.


             

                     Foto: (c) Anna M. Drack / amaaras world

Der Erlös der Veranstaltung 2.222.- € geht an das Kölner Dreigestirn und somit an die Matthias Herz Stiftung, wofür das Trifolium der letzten beiden Jahre gesammelt hat. 





Köln / St. Augustin 21. Juni 2022


Das Bundesverfassungsgericht missachtet die eigene Rechtsprechung


Die drei Zweige unseres Sozialen Sicherungssystems, die Renten,- Kranken- und Pflegeversicherung, bilden das Rückgrat unseres sozialen Rechtsstaats. Ernsthafte Zweifel an deren Verfassungsmäßigkeit waren selten – bis das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil von 2001 die Gesetzliche Pflegeversicherung als verfassungswidrig erklärte. In den folgenden zwanzig Jahren blieb zwar das Echo dieser Aufsehen erregenden Entscheidung stets unüberhörbar, aber das Urteil wurde von der Politik nie angemessen umgesetzt.


         


In einem mit Spannung erwarteten Prozess wurde das Thema jetzt neu verhandelt. Am 25.5.22 verkündete das Gericht seine Entscheidung. Das Urteil über die Gesetzliche Pflegeversicherung von 2001 wurde bestätigt: Die Gesetzliche Pflegeversicherung ist verfassungswidrig. Neue Reformen sind erforderlich.


In diesem Prozess wurden erstmals auch die Gesetzliche Renten- und Krankenversicherung auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft. Auch diese beiden Versicherungen beruhen ebenso wie die Gesetzliche Pflegeversicherung auf dem Umlageverfahren, das durch die zunehmende Zahl älterer Menschen und die schrumpfende Zahl der nachwachsenden Beitragszahler zu wachsenden Defiziten führt. Hinzu kommt, dass kinderlos bleibende Menschen in allen drei Versicherungen in verfassungswidriger Weise „privilegiert“ werden, weil diese nur die monetären, aber nicht die in dem Urteil von 2001 so genannten „generativen“ Beiträge in der Form der Erziehung von Kindern als den künftigen Beitragszahlern leisten.


Die Feststellung einer grundgesetzwidrigen „Privilegierung“ der kinderlosen Menschen wurde seinerzeit als ein Meilenstein in der höchstrichterlichen Rechtsprechung betrachtet. Umso erstaunlicher ist, dass dieses richtungweisende Urteil in der aktuellen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts keinen Niederschlag fand. Das Gericht stellte zwar auch bei der Renten- und Krankenversicherung eine Benachteiligung der Familien infolge ihrer höheren finanziellen Belastung durch Kinder fest, glaubte aber, dass dieser Nachteil durch bestimmte Leistungen zugunsten der Familien mit Kindern ausreichend kompensiert werde. Deshalb wurden die Gesetzliche Renten- und Krankenversicherung als verfassungskonform bestätigt und kein Reformbedarf festgestellt; nur bei der gesetzlichen Pflegeversicherung wurde eine Reform verlangt, weil es dort keine ausreichende Kompensation gibt.


Bei der Begründung der Verfassungsmäßigkeit der Gesetzlichen Rentenversicherung stützt sich das Urteil auf die falsche Behauptung, dass Familien mit Kindern beispielsweise durch die Anerkennung von Erziehungszeiten bei der Rentenberechnung in ausreichendem Maße begünstigt werden, so dass die Benachteiligung gegenüber kinderlosen Menschen kompensiert und eine Privilegierung vermieden wird. Der Verband Familienarbeit e.V. widerlegt in seiner Presseerklärung vom 28.5.22 die Behauptung einer ausreichenden Entlastung, indem er feststellt, dass "...ein Elternteil 15 Kinder erziehen müsste, um damit eine „Standardrente“ zu begründen.“


Bei der Gesetzlichen Krankenversicherung stützt sich das Gericht auf die falsche Behauptung, dass Eltern gegenüber Kinderlosen angeblich einen Vorteil daraus ziehen, dass ihre Kinder beitragsfrei mitversichert sind. Aber die beitragsfreie Mitversicherung kommt den Kindern zugute, deshalb kann sie nicht den Eltern als Vorteil angerechnet werden. Da ausnahmslos alle Menschen als Kinder eine beitragsfreie Krankenversorgung erhalten, kann den Menschen mit Kindern daraus kein Vorteil und den kinderlosen Menschen kein Nachteil erwachsen. Damit entbehrt die Behauptung eines Vorteils für die Familien mit Kindern jeder Grundlage. Diese ebenso einfache wie zwingende Überlegung habe ich in der für das Gericht verfassten Stellungnahme, die ich im Auftrag des Verbands kinderreicher Familien erstellte, deutlich hervorgehoben. Das Gericht hat diesen Punkt gleichwohl übergangen und sich einer fachlichen Auseinandersetzung entzogen, indem es bei diesem Prozess die gebotene mündliche Verhandlung erst gar nicht zuließ (s. H. Birg, Demographische und familienspezifische Funktionsbedingungen des Sozialen Sicherungssystems in Deutschland, Stellungnahme für das BVG im Auftrag des Verbands kinderreicher Familien, Berlin, 24.4.2020, S. 21).


Das Bundesverfassungsgericht hat ein skandalöses Fehlurteil gefällt und sein früheres, wegweisendes Urteil aus dem Jahr 2001, in dem der "generative Beitrag" in Form der Erziehung von Kindern als den künftigen Beitragszahlern gewürdigt wurde, übergangen und missachtet. Wenn die Renten- Kranken- und Pflegeversicherung verfassungsfest reformiert würde, wäre auch die entscheidende Ursache der demographischen Abwärtsbewegung behoben und die Geburtenrate würde wieder ansteigen, mit allen positiven wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen. Deutschland wäre dann auch nicht mehr auf Dauer darauf angewiesen, in anderen Ländern geborene Arbeitskräfte zu Lasten von deren Wirtschaft ins Land zu holen, was ja auf einen ausbeuterischen, demographisch bedingten Kolonialismus hinausläuft.


Damit dieses Land von seinen Richtern nicht zugrunde gerichtet wird, bleibt jetzt nur der Weg der Aufklärung in Gesellschaft und Politik. Dafür ist es erforderlich, die vielen Familienvereine und –verbände in einem schlagkräftigen Dachverband zusammenzufassen, so wie es beispielsweise in der Versicherungswirtschaft geschah, die einen "Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft" als Instrument der Interessenvertretung mit Sitz in Berlin gründete.




Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V. / 

Prof. Dr. H. Birg









Köln - 27. Mai 2022                                                                      G. Weiden


                              KKG Blomekörfge 1867 e. V.

                 Dietmar Teuber tritt von seinen Ämtern zurück


"Alles hät sing Zick" lautet das aktuelle Motto im Karneval in Köln. Nach reiflicher Überlegung sagte sich Dietmar Teuber, 1. Vorsitzende der Kölner KG Blomekörfge 1867 e.V., dass nun auch seine Zeit gekommen ist um etwas kürzer zu treten. Nach 19 Jahren im geschäftsführenden Vorstand tritt er nun aus rein persönlichen Gründen zurück.


                             

                                                               Dietmar und Uschi Teuber  

  

In diesen langen Jahren erlebte Teuber nicht nur vier Präsidenten der KKG Blomekörfge, sondern erfüllte auch einige wichtige Posten.


So war er 17 Jahre 1. Vorsitzender und damit unter anderem für das Freizeitangebot (Ausflüge, Besichtigungen, Feiern usw.) der KKG verantwortlich.


14 Jahre organisierte Dietmar Teuber die Teilnahme am Rosenmontags-Zug.

 

10 Jahre verantwortlich für die "Mess op Kölsch", die in der Kirche St. Paul stattfindet.


Ein Jahr lang bekleidete Dietmar Teuber das Amt des Geschäftsführers.


Der Wunsch von Dietmar Teuber ist, dass die Familiengesellschaft Blomekörfge weiterhin Alt und Jung, arm und reich, egal welcher Ausrichtung in der Familiengesellschaft gleichberechtigt vereint – „Blomekörfge is e Jeföhl“.


Die Wahl eines neuen 1. Vorsitzenden findet am 22. 06. 2022. im Rahmen der außerordentlichen Mitglieder-Versammlung, statt. 


Fest stehen schon einige Veranstaltungs-Termine der KKG Blomekörfge 1867 e.V.:


Freitag 23.09.2022 Dämmerschoppen

Freitag 23.09.2022 Dämmerschoppen

Samstag 05.11.2022 Ordensabend

Freitag 18.02.2023 Große Kostümsitzung


Alle Veranstaltungen unter dem Vorbehalt der dann gültigen Corona-Schutzverordnung.






Köln - 15. Mai 2022                                                                                         G. Weiden


               Open-Air-Saison am Tanzbrunnen eröffnet

           Jubiläumswetter im Jubeljahr von Tommy Engel


                 

 

Sonne satt und sommerliche Temperaturen bis zum späten Abend, dies freute nicht nur die 3500 Besucher, sondern auch Tommy Engel. Er strahlte mit der Sonne um die Wette. "Ich habe schon im Schneesturm, im Regen, bei Hagelschauern und sonstigen Naturkatastrophen auf dieser Bühne gestanden, aber so ein tolles Wetter hatte ich noch nie." Richtiges Jubiläumswetter für einen Jubilar, denn es gibt in diesem Jahr für ihn einiges zu feiern. Nachgefeiert wird der 70te Geburtstag und 10 Jahre Konzerte am Tanzbrunnen in Folge. Beides musste pandemiebedingt um 2 Jahre verschoben werden. Außerdem feiert Tommy 60 Jahre Bühnenpräsenz und die "Silberhochzeit" mit seinem musikalischen Leiter Jürgen Fritz. Seit 25 Jahren sind die Beiden schon musikalisch  und freundschaftlich verbandelt. 


                   


Pünktlich um 19:00 Uhr ging es los. Michael "Linus" Büttgen moderierte das Konzert an und erklärte auch warum es in diesem Jahr kein anschließendes Höhenfeuerwerk gab. " Wir finden es sehr unpassend bei der politischen Lage, in der sich die Ukraine befindet." 

 

                    "Ich ben keine Engel, ich heiße nur su",

singt Tommy zur Begrüßung der Besucher und während seines facettenreichen Konzerts stellt er es immer wieder unter Beweis. Wer bei den Engel Konzerten nur  Heile Welt- und Schönwettersongs erwartet, ist fehl am Platz. Er scheut sich nicht politisch und sozialkritisch zu sein, weder verbal noch musikalisch. Tiefgründig sind die meisten seiner Songs.


Einen Querschnitt seines 60 jährigen Schaffens zeigte das diesjährige Eröffnungskonzert am Tanzbrunnen. Es gab einige alte Lieder der Bläck Fööss, wie z. B. "Pütze Hein" "Kathrin" und "Ming eezte Fründin", vom Publikum bejubelt und fleißig mitgesungen.

 

Die Besucher tobten bei Tommys Liedern wie "Noh bei mir", der klassischen Nummer "Tässchen Dornkaat" , "Ming Stadt" oder bei Kazcmareks "Ode an die Werkzeuchkess" und viele mehr. Alle Songs wurden mitgesungen, laut bejubelt und immer wieder wurde applaudiert.


                           


Großen Applaus gab es auch für die musikalischen Gäste. Durch Arno Steffen und Tommy Engel kamen die Erinnerungen an die Formation LSE zurück. Mit "Ruhm kennt keine Gnade", ein Song für alle in engem Leder gekleideten Ersatzteillager, und "Sein Lassen" trafen die beiden Musiker voll ins Schwarze bei dem gutgelaunten Publikum. 


 


Purple Schulz hatte einen Song für Tommy "Köln hat dein Gesicht" im Gepäck, dem der Jubilar  andächtig folgte. Beide Künstler sind nicht so groß wie der Durchschnittsbürger und als Kölner können sie sich sehr gut selbst auf die Schippe nehmen. Die kleinen, großen Musiker gaben den Song "Klein Minsche" zum Besten und ernteten dafür frenetischen Beifall.


                   


Hannes Schöner und Arno Steffen sangen den, in Gemeinschaftsarbeit entstandenen Song "Loss uns Leeder en Rauh" , gemeinsam mit Tommy. Ein Lied gegen rechtsradikale Gruppierungen, die gerne mal ein gutes Lied "stehlen" um in ihren Wahlkampf einzufügen. Auch hierfür gab es lauten Applaus.


                 


Stimmgewaltig zeigte sich auch die Band um Tommy Engel. Für ihren Auftritt als  A-cappella Band traten sie vor und sangen "Love the one you´re with" von Cosby, Stills & Nash. Ein erstauntes "wow" ging durch die Reihen und ein riesen Applaus folgte.


Leider geht alles mal zu Ende. Nach drei Stunden Konzert war es an der Zeit sich zu verabschieden. Gemeinsam mit Linus sang Tommy: "Tschüss ihr Lück" und es schien als sei er genauso traurig wie sein Publikum dass das Konzert vorbei war. 




Eine Zugabe mit allen musikalischen Gästen wurde noch gestattet, doch dann gingen die Bühnenlichter aus. 








Köln - 07. Mai 2022                                                                                        G. Weiden


               Grandiose Premiere im Hänneschen Theater:

                                  "MEISTERKÖCH"

               Ein Theaterstück in fünf Gängen von Udo Müller


Am 06. Mai fand die Premiere des neuen Stückes im Hänneschen Theater statt. Die Erwartung der geladenen Gäste, darunter Ex-OB Fritz Schramma, Bürgermeister Dr. Heinen, Josef Hastrich und Gabi Westphal-Granitzka(Vorstand Förderverein), Claudia Burger (Cologne Alliance) und viele mehr, wurde mehr als erfüllt.




Mit "Meisterköch" ist Autor und Regisseur Udo Müller wieder ein "Meisterstück" gelungen. Bei der humorvollen Geschichte  mit Tiefgang,  gibt es nicht nur viel zu Lachen, sondern auch einiges zum Nachdenken. 


Zum Inhalt (koot un spack)


Ein schwarzer Tag für Pitter Mählwurm (Michael Danz), nicht nur das Schäl (Werner Schlangen) ihm die Konzession für seine gaststätte nicht verlängert, so erfährt er dass sein Meisterkoch Hänneschen (Jacky von Guretzky-Cornitz) ihn schon am nächsten Tag verlässt um im Seniorenheim die Stelle des Küchenchefs zu übernehmen. Dort trifft Hännschen viele alte Bekannte wieder. Unter den Bewohnern ist auch Ühm Döres (Charly Kemmerling),  der Onkel von Mählwurm. Als Pitter Mählwurm seinen Onkel besucht erfährt er von diesem, dass es noch Altverträge gibt, die besagen das Mählwurm die Konzession für die Gaststätte behält, solange sie einen Michelin-Stern  für gehobene Küche besitzt.




Die Bewohner des Heimes führen ein eher trostloses als fröhliches Leben. Ihre Lebensgeister kehren zurück durch die gute Küche von Hänneschen. Viele unter ihnen kamen selbst aus der Gaststättenbranche und erinnerten sicch plötzlich wieder sehr gut daran. Ühm Döres brauchte nicht lange um seine Mitbewohner zu überreden, seinem Neffen zu dem besagten Michelin-Stern zu verhelfen. Die Senioren wurden, angesichts dieser Aufgabe, wieder richtig munter und es hieß: "Raan an die Pött", auf zur großen Küchenschlacht!


Spielzeiten:

Das Stück wird bis zum 26. Juni 2022 aufgeführt.

Mittwochs bis Samstags um 19:30 Uhr

Sonntags um 17:00 Uhr

Die karten kosten 21.- €


Die Theaterkasse ist von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 14 Uhr telefonisch erreichbar unter: 0221 - 258 12 01

von 15 -18 Uhr gibt es Karten im Theaterfoyer am Eisenmarkt


per E-Mail: haenneschen@stadt-koeln.de

Fax: 0221 - 221-28488







Köln - 04. Mai 2022                                                                                G. Weiden


Ludwig Sebus - topfit ins nächste Jubiläum


Der "Grandseigneur" des Kölner Karnevals, Ludwig Sebus, hat  mit seinen 96 Lebensjahren schon einige Jubiläen hinter sich gebracht. Doch in diesem Jahr steht wieder ein besonderes Jubelfest an. Sebus ist seit 66 Jahren ein Muuzemändelchen. 


                     

                              Foto: Copyright by Anna M. Drack


Seit 6 x 11 Jahren ist er Mitglied und seit einiger Zeit Ehrenmitglied der Muuzemändelcher 1949 e.V.!  Die Kölner Karnevalisten werden in Köln oft liebevoll kurz Muuze genannt.

Die Muuze sind eine der ältesten Karnevalistenvereinigungen Kölns und wurden 1949 gegründet. Die Muuzemändelcher sind stolz und dankbar, dass Ludwig Sebus seit nunmehr 66 Jahren ein Mitglied ihrer Vereinigung ist.


Nachdem Sebus 1949, aus russischer Gefangenschaft nach Köln zurückkehrte, schloß er sich 1950 dem Altermarktspielkreis an und wurde dann beim literarischen Komitee des Festkomitees Kölner Karneval drei Jahre lang für seine kommenden Bühnenauftritte vorbereitet. Den ersten großen Erfolg hatte er in der Session 1954/1955 mit dem Lied „Jede Stein in Kölle eß e Stöck vun deer". Es folgten noch viele weitere Lieder von ihm. Er komponierte und textete rund 250 kölsche Lieder, die er zum größten Teil noch heute ohne Textvorlage singen kann. 


In den vergangenen Jahrzehnten machte er sich einen Namen als Krätzchensänger, Moderator und Schauspieler. Unter vielen anderen Ehrungen ist er Träger der Willi-Ostermann-Medaille. Kurz, er ist eine Karnevals-Legende schon zu Lebzeiten.


Doch Ludwig Sebus ist nicht nur ein großartiger Musiker und Sänger. Er ist auch ein wunderbarer Erzähler, der sein Publikum mit wahren Geschichten aus seinem Leben in den Bann zieht.

Trotz aller Widrigkeiten, die er erleben musste, hat er seinen Humor und seinen Charm









Köln - 29. April 2022                                                                                    G. Weiden


Vom Schwarzwald nach Köln

360 KM mit dem Floß über den Rhein


STRECKENPLAN

Freitag, 22.4.22 Etappe 1: 

Steinmauern nach Altlußheim (54 km)

Samstag, 23.4.22 Etappe 2: 

Altlußheim nach Gernsheim  (63 km)

Sonntag, 24.4.22 Etappe 3: 

Gernsheim nach Schierstein (44 km)

Montag, 25.4.22 Etappe 4: 

Schierstein nach Kamp-Bornhofen (62km)

Dienstag, 26.4.22 

Ruhetag in Kamp-Bornhofen

Mittwoch, 27.4.22 Etappe 5: 

Kamp-Bornhofen nach Hammerstein Hammerstein ( 50 km)

Donnerstag, 28.4.22 Etappe 6: 

Hammerstein nach Mondorf (42 km)

Freitag, 29.4.22 Etappe 7: 

Mondorf nach Hitdorf (45 km)


Thomas Kipp, der Floßmeister des Vereins Schiltacher Flößer e.V., erfüllte sich seinen Traum. 

Mit dem Floß, wie vor hundert Jahren, den Mittelrhein zu befahren.



  Foto: (c) W. Scheurer

 

Die Idee zu dieser Fahrt wie vor hunderten Jahren hatte Thomas Kipp, der Floßmeister des Vereins Schiltacher Flößer e.V., der die jahrhundertealte Tradition pflegt. 


Die Mitglieder des Vereins Schiltacher Flößer e.V. haben sich aus 14 Baumstämmen ein Holzfloß gebaut und sich damit auf den Weg von Steinmauern, im Kreis Raststatt in Baden-Württemberg, nach Hitdorf bei Leverkusen gemacht. 



  Foto: (c) W. Scheurer


Die Fahrt sollte den Menschen in Erinnerung rufen, welche große wirtschaftliche Bedeutung die Rheinflößerei in früheren Jahrhunderten gehabt hatten - und was für ein Knochenjob das war. 


Für Floßmeister Kipp ist das Floßfahren aber nicht nur Tradition, sondern auch eine ganz besondere Art der Fortbewegung auf dem Wasser: "Die Verbundenheit zwischen Mensch, Holz und Wasser, das ist eine Innigkeit, die einfach fasziniert." Anders als ein Boot könne ein Floß auch nicht kentern oder untergehen. "Selbst, wenn es mal einen Meter eintaucht, es kommt immer wieder hoch", sagt Kipp. "Das vermittelt ein unglaubliches Vertrauensverhältnis." 


Über Jahrhunderte war der Rhein der Weg, um große Mengen an Holzstämmen aus dem Schwarzwald über den Rhein bis in die Niederlande zu bringen - bevor es Güterzüge oder Lastwagen gab: Die Holzstämme wurden zu Flößen zusammengebunden. Die größten von ihnen, die sogenannten Holländerflöße, waren teilweise mehrere hundert Meter lang. Diese Rheinflöße wurden dann mit Muskelkraft gesteuert und auf dem Wasser an den Zielort gebracht.



  Foto: (c) W. Scheurer


Heute sind Holzflöße nur mit Außenbordmotor auf dem Rhein erlaubt

Die Fahrt war schon im vergangenen Sommer geplant, musste dann aber wegen eines Unfalls verschoben werden. Außerdem mussten die Behörden ihre Zustimmung geben. Aus disem Grund machte das Team um Thomas Kipp im Mai 2021 eine 20 Kilometer lange Probefahrt auf dem Rhein zwischen Steinmauern und Maxau. Da alles Glatt ging war die Grundlage zur großen Floßfahrt geschaffen.

Eine Auflage gab es dennoch: Anders als in früheren Zeiten brauchen die Flößer auch zwei Außenbordmotoren, sonst wäre die Fahrt nicht genehmigt worden. 








Köln - 22. April 2022                                                                                     Gudrun Weiden


Großer Ameisenbär im Kölner Zoo geboren 

Zum dritten Mal Zuchterfolg im Kölner Zoo



 Foto: G. Weiden


Am 15.März 2022 fanden die Tierpfleger das Ameisenbär-Jungtier, gut versteckt, unter den Armen und gut zugedeckt vom buschigen Schwanz des Muttertieres. Für die dreijährige "Ibera" ist es das erste Jungtier. Kurz nach ihrer Geschlechtsreife paarte sie sich mit dem 10 jährigen "Yavi". "Ibera" kam 2020 als einjährige aus Kerkrade in den Kölner Zoo. Auch "Yavi" stammt aus den Niederlanden. Der stattliche Ameisenbärmann kam aus Amsterdam nach Köln.


"Ibera" zeigt sich als vorbildliche Mutter, die ihr Junges gut behütet. "Yavi" darf noch nicht zu seiner kleinen Familie, da es zu Übergriffen kommen könnte.

Um die Mutter-Kind Bindung nicht zu stören wurde noch keine Geschlechtsbestimmung bei dem Nachwuchs durchgeführt. Die Geschlechtsbestimmung bei diesen schönen Tieren ist recht schwierig, besonders bei Jungtieren. 


Der Kölner Zoo  freut sich besonders dass  nach 6 Jahren endlich wieder ein Zuchterfolg zu  vermelden ist. Es ist das dritte Jungtier das im Kölner Zoo geboren wurde.


 Manchmal muss der Besucher genau hinschauen um das Kleine zu entdecken /G. Weiden


Die Tragzeit liegt bei Großen Ameisenbären durchschnittlich bei 180 Tagen und
das Geburtsgewicht bei 1.400 g. In den ersten Tagen schlafen Mutter und Jungtier
viel und benötigen Ruhe. Das Kleine trinkt seine Milch an den achselständigen
Zitzen, wobei alles vom buschigen Schwanz der Mutter vor den Blicken der
menschlichen Betreuer und Besucher verborgen ist. Sobald die Mutter aufsteht
steigt das Kleine schnell auf seinen Posten, am unteren Rücken vor dem
Schwanzansatz, und klammert sich mit seinen starken Armen und Krallen fest.


Normalerweise beginnt ein Jungtier mit ca. 6 Wochen selbstständig zu laufen, ab
der 12.-16. Woche erste feste Kost aufzunehmen, ist mit einem Jahr fast
ausgewachsen und mit ca. 1,5 Jahren geschlechtsreif. Junge Ameisenbären sind
in den ersten Monaten kälteempfindlich und wir werden „Ibera“ mit ihrem Jungtier
nur bei wärmeren, trockenem Wetter in das Außengehege lassen. Sie ist zu unterschiedlichen Zeiten aktiv und sie hat jederzeit die Möglichkeit sich auch in die
hinteren Stallungen zurückzuziehen, zu schlafen und ihr Jungtier zu säugen. 


Große Ameisenbären gehören zu den bedrohten Arten. Die Rote Liste der IUCN
stuft sie in ihrem südamerikanischen Verbreitungsgebiet als gefährdet ein. Wir
sind froh, dass wir mit der dritten Geburt bei uns an die Erfolge anknüpfen können.
Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Großen Ameisenbären
wird vom Zoo Dortmund koordiniert. 


Quelle: Kölner Zoo






Köln - 12. April 2022                                                                                    Nippeser Bürgerwehr




Pflanzaktion: „Bürgerwehr baut auf!“ 


Wiederbegrünung von Rhein und Erft durch die KKG Nipperser
Bürgerwehr 1903 e.V.


 Im vergangenen Jahr unterstützte die KKG Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V. in Form von Aufräumaktionen,
Weißwaren- und Transportmittellieferungen die Menschen an der Ahr und in der Eifel tatkräftig.
Die Unterstützung sollte sich aber nicht in Einm alaktionen erschöpfen, sonder n in eine nachhaltige
Partnerschaft münden.


Am kommenden Dienstag (12.04.2022) und Donnerstag (14.04.2022) werden auf Initiative der KKG
Nippeser Bürgerwehr 1903 e.V. großflächige Pflanzaktionen an der Ahr und in Bad Münstereifel
durchgeführt werden.


Unter dem Motto Bürgerwehr baut auf! unterstützen dabei Mitglieder der Nippeser Bürgerwehr, zwei
ortsansässige Forstbetriebe und die Auszubildenden der Firma RWE (Abteilungen Rekultivierung und
Forstbetriebe) beim Setzen und Angießen der Pflanzen.


Gestiftet wurden von den Baumschulen Lürssen und Jungermann 2750 Bäume 4750 Sträucher.
Unter Anderem wird am 14.04.2022 in Bad Münstereifel die Gartenanlage des Seniorenhauses Marienheim
neu begrünt werden, dessen Garten durch die Flut vollständig zerstört worden war. In Bad Münstereifel mit
dabei sein wird ebenfalls die Ortsbürgermeisterin, Frau Sabine Preiser-Marian (CDU).


Quelle: KKG Nippeser Bürgerwehr / Andreas Günnewig







Köln - 12. April 2022


"Opjepass un hinjeluurt" 

 Die Original Tanzgruppe Kölsch Hännes’chen 1955 e.V. stellt ihr neues Tanzpaar vor!


Ab sofort stehen zwei neue Gesichter in der Mitte der Original Tanzgruppe Kölsch Hännes’chen und besetzen als echte Originale die beliebte Position des Tanzpaares.



Dominik Weltjen wird die Rolle des Hänneschen übernehmen und mit seinem neuen Bärbelchen Katharina Frorath kölsches Gefühl und viel Temperament auf die Bühne bringen. Sie freuen sich auf ihre neue Aufgabe und darauf, diese besonderen Rollen in der Gruppe verkörpern zu dürfen.


Beide haben bereits tänzerische Erfahrungen im Karneval gesammelt. Katharina tanzt seit ihrem 8. Lebensjahr, dabei unter anderem von 2016-2019 als Marie der Funken Rot-Weiss Hürth-Gleuel 1951 e.V. und zuletzt bei der Tanzgruppe Kölsche Greesberger. Die 32-jährige Hürtherin ist Sonderpädagogin im gemeinsamen Lernen und hat neben dem Tanzen noch ihre zwei Pferde als großes Hobby.


Dominik ist 35 Jahre alt und kommt vom Tanzcorps Kölner Rheinveilchen zu uns. Dort tanzte er insgesamt 7 Jahre, wovon er zwei Jahre lang zusätzlich das Amt des Kommandanten besetzt hat. Er arbeitet als Bankkaufmann in der Baufinanzierung und wohnt in Gelsdorf bei Bad Neuenahr-Ahrweiler. In seiner Freizeit spielt er Trompete im Tambourcorps und ist leidenschaftlicher Fussballfan.


Wir freuen uns auf die Vorbereitungen mit unserem neuen Tanzpaar und wünschen ihnen viel Freude in der Mitte all unserer Originale!


Quelle: Original Tanzgruppe Kölsch Hännes´chen 1955 e.V.  / Rainer Zimmermann