"Ein ganz schönes Spektakel“

Köln - 07. Juni 2022                                                                                     Gudrun Weiden


                             "Ein ganz schönes Spektakel"

                   Menschen-Turm in den Dom verlegt

Menschen-Pyramide am Kölner Dom – warum und was steckt hinter der Aktion?

Zu den Jubiläen 700 Jahre Chorweihe Kölner Dom, 100 Jahre Altstädter und 3 x 25 Jahre Verein Köln-Barcelona, Katalanisches Kulturzentrum Köln und Castellers de la Vila de Gràcia fand dieses Event statt. „Katalanische Menschentürme, Rheinischer Karneval, Kölner Dom steht für den Kontakt und Austausch zwischen den Menschen aus den Partnerstädten Köln und Barcelona. "Mer stonn zesamme“, heißt es von den Altstädtern.


  Foto: (c) W. Scheurer


Am Pfingstmontag waren, neben den echten Domtürmen, Türme aus echten Menschen eine Attraktion. die viele hundert Besucher anlockten. Gebaut wurden die Menschentürme von Castellers de la Vila de Gràcia aus Barcelona und von Castellers de Berlín. 


Bis zu 200 Teilnehmer wurden für den siebengeschossigen Menschen-Turm benötigt. Insgesamt betrug die Höhe dann bis zu 5 Meter.  Mit dem Segen von Monsignore Robert Kleine ging es gegen 11:40 Uhr los. 



  Foto: (c) W. Scheurer


Die Turmbauer kommen und haben teilweise Altstädter-Fähnchen in den Händen. Um Bauch, Rücken und Organe zu schützen sind die Akteure in schwarze Tücher gewickelt. Geklettert wird barfuß, es gibt keinerlei anderen Hilfsmittel. Unterstützt werden sie dabei von  Musikern, die  Zeichen geben, wann eine weitere Etage steht und wann die Ersten wieder nach unten klettern. 


Nachdem der erste Turm gebaut war, mit dem jüngsten Mitglied (5 Jahre) an der Spitze, musste Wetterbedingt unterbrochen werden.



  Foto: (c) W. Scheurer


Zwei Jahre haben die Altstädter Köln, das Katalanischen Kulturzentrum Köln e.V. und der Verein Köln-Barcelona e.V. auf den Tag gewartet – und nun Das. Monsignore Robert Kleine  hatte eine zündende Idee: Nach der laufenden Messe könne man die weiteren Türme doch im Dom bauen statt davor. 


Gesagt- Getan! Monsignore Robert Kleine begrüßte die Gäste aus Barcelona und Berlin im Dom und freute sich dass diese Attraktion trotz aller Widrigkeiten statt finden konnte. 

Gleichzeitig wurde um Ruhe gebeten – weil die Turmbauer sich konzentrieren  und die Befehle hören mussten. 


Da stand sie nun mitten im Kölner Dom, die Turmvariante die eine Referenz an die Heiligen drei Könige und die Dreifaltigkeit bildete. Eine Ehrung der Trinität, die in besonderer Verbindung zum Kölner Dom steht. 


„Ich bin sehr froh, dass sie hier waren, dass es geklappt hat, auch, wenn der Regen etwas dazwischen gefunkt hat“, richtet Kölner Domdechant Robert Kleine das Wort an die Menge. „Ich wünsche allen eine gute Heimreise und denjenigen, die zurückfliegen, einen guten Rückflug.“ Damit endete die Veranstaltung.