Neue Bewohner im Hippodom

Köln - 19. März 2026                                                                             Zoo Köln


Kölner Zoo zeigt neue Tierart – Rüsselhündchen erstmals zu sehen

Mit 25.000 Euro: Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln unterstützte Bau der neuen Anlage 

 

 Premiere im Kölner Zoo: Gäste können hier erstmals Rotschulter-Rüsselhündchen (Rhynchocyon petersi) sehen – und das im Doppelpack. Männchen „Chocy“ kam vor kurzem aus dem Tierpark Berlin nach Köln. Weibchen „Rhyni“ stammt aus dem Zoo Berlin.



 

 v.l.: Christian Brand, Geschäftsführer der Stiftungen der Kreissparkasse Köln, Kirsten Felgner, Stiftungsreferentin der Stiftungen der Kreissparkasse Köln, Prof. Theo B. Pagel, Direktor Kölner Zoo © Marcel Vogelfänger 

 

Das ausgesprochen agile und sehr schön zu beobachtende Paar hat sich direkt gut vertragen und ist erstaunlich zutraulich. Ihr neues, rd. 10 qm2 großes Zuhause ist in den vergangenen Wochen im Hippodom entstanden. Die Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln förderte die lichtdurchlässige, von einem Künstler gestaltete Anlage aus Metall- und Holzelementen mit einer Summe von 25.000 Euro. „Wir danken der Kölner Kulturstiftung der Kreisparkasse Köln für diese Unterstützung. Dank dieses Betrags bieten wir eine neue, schöne Attraktion, auf die sich unsere Gäste freuen können“, so Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel.

 

Christian Brand, Geschäftsführer der Stiftungen der Kreissparkasse Köln: „Mit dem neuen Rüsselhündchen-Gehege erweitert der Kölner Zoo nicht nur den Besucherbereich im Hippodom, sondern setzt auch hiermit wieder ein wichtiges Zeichen für den Artenschutz. Diese besonderen Tiere sind Botschafter für bedrohte Lebensräume in Afrika – und machen auf eindrucksvolle Weise sichtbar, wie dringend wir den Schutz von Natur und Artenvielfalt stärken müssen.“.

 

Die Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln konnte die Benennung des Weibchens bestimmen und dabei zwischen drei durch die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Zoos vorausgewählte Namen entscheiden. „Rhyni“ – gesprochen „Rini“ – ist die Kurzform des wissenschaftlichen Namens der Rüsselhündchen „Rhynchocyon“.

 

Beweglicher Rüssel, große Augen, flinke Bewegungen

Rotschulter-Rüsselhündchen, auch Schwarzbraune Rüsselhündchen genannt, sind eine Säugetierart aus der Ordnung der Rüsselspringer. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sind sie mit Tenreks, Goldmullen und Erdferkeln verwandt. Rotschulter-Rüsselhündchen kommen in einem eng begrenzten Gebiet an der ostafrikanischen Küste und einigen vorgelagerten Inseln vor. Sie bewohnen Küsten- und Bergwälder. Charakteristisch und namensgebend ist die rüsselartig verlängerte und sehr bewegliche Nase. Auffällig sind außerdem die kurzen Vorder- sowie die langen Hinterbeine.

 


 Fotos: G. Weiden


Rotschulter-Rüsselhündchen sind flinke Bodenbewohner. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem Insekten. Sie erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 60 cm. Größere Tiere wiegen bis zu 750 g. Weibchen und Männchen unterscheiden sich kaum im Aussehen. Das Fell ist in der Regel an der Oberseite rötlich bis dunkelbraun. Die Bauchseite ist heller. Rotschulter-Rüsselhündchen haben auffällig große Augen und Ohren. Der Bestand wird nicht als gefährdet angesehen.

Derzeit leben in 30 europäischen Zoos insgesamt 74 Tiere dieser Art – nun auch im Kölner Zoo.


(c) Zoo Köln / Ch. Schütt